Weblog von Maria

Fragen...

Verdammte scheiße,
wieso entwickelte es sich auf diese Weise?
Wie viele Tränen musste ich vergießen?
Wie oft die Augen schließen?
Wie oft Hilfe rufen?
Nach einer Lösung suchen?
Wie oft musste ich schreien?
Wie oft versuchte ich mich zu befreien?
Wie oft musste ich bluten,
bis meine Gedanken endlich ruhten?

Wie oft musste ich verzichten?
Nur Lügen berichten?
Wie oft musste ich mich übergeben?
Wie oft, bevor ich begann zu Leben?

Wie viele Schreie verklangen ungehört?
Wie lange habe ich auf meine Krankheit geschwört?
Wie viele Menschen mussten leiden?
Wie oft musste ich mich schneiden?
Wie viele Stunden vergingen ungenutzt?
Wie lange brauchte ich klinischen Schutz?
Wie viele Stunden schaute ich wartend auf die Uhr?
Wie lange nur?
Wie oft versuchte man mich zu halten,
bevor meine Gedanken nicht mehr nur dem Tod galten?

Wie viel musste ich ertragen?
Wie oft alles hinterfragen?
Wie viel Leid musste geschehn?
Bis ich beschloss, es muss vorwärts gehn?

Zu viele Fragezeichen,
die niemals weichen.

Doch, was nutzen mir Antworten auf diese Fragen?
Könnte ich sie ertragen?
Würden sie mich nicht erneut zerbrechen?
Meine Seele schwächen?
Soll ich die Vergangenheit ruhen lassen?
Oder jeden Gedanke von neuem fassen?

Bin ich auf ewig zum Suchen verdammt?
So viele Wege bin ich entlang gerannt,
so viele Orte hab ich besucht,
hab an jeder Stelle gesucht.

Nun sitze ich hier.
Habe Angst, dass ich mich in meinen Gedanken verlier.
Ich schaue auf den tickenden Zeiger
und begreife mit einem Mal
egal wie sehr ich mich weiger,
das Leben lässt mir keine Wahl.
Die Zeit läuft nicht rückwärts
all der Schmerz
er ist vorbei!
Und ich begreife, auch ohne Antworten bin ich FREI!
 

Marijohanna

Meine Welt

Sie schien so hell
so anmutig
aber zu schnell…
änderte sich die Zeit.
Zu weit
entglitt die strahlende Schönheit.
Dunkelheit
wurde befreit,
Düsternis machte sich breit.
So hatte die Elfengestalt
schon bald
ein blutiges Messer in der Hand.
Das prächtige Kleid verschwand,
machte Helm und Rüstung Platz.
Und Harmonie
wurde von Wahnsinn verschluckt.
Der alte Schatz
der Heiterkeit verlieh
war nur eine Lüge.
Betrüge
mich bitte kein zweites Mal,
meine schöne Zuflucht.
Falle ich doch schon in eine endlose Schlucht,
am Ende des Traumes in dir.
Versicher mir
noch einmal Sicherheit,
noch einmal Schönheit!
Auch wenn Dunkelheit
ein ständiger Begleiter ist und bleibt.
Ich bin bereit
zu gehen
nur um zu sehen,
was du mir schenkst,
oh schöne Welt, die glänzt,
vom Tau, den die neblige Nacht hinterlässt.
Auch wenn du mich schwächst,
mir den Blick für die Realität nimmst,
mich traurig stimmst,
ich werde wieder kommen,
hab ich doch die Worte vernommen,
die mir versprechen,
mich nicht zu schwächen,
mich stark zu machen,
auch ohne Lachen.
Denn tanzen kann ich auch in schwarz.

 


 

Fürstin der Finsternis

Geblendet von der Dunkelheit,
verliert das Leben seine Wichtigkeit.
Verborgen in einer Ecke,
in der ich mich verstecke,
lebe ich ein Leben
von Finsternis umgeben.
Angst und Hass bestimmen mein Dasein,
machen mich klein.
Fast verschwunden,
doch trotzdem ans Leben gebunden
verstecke ich mich vor dem Licht.
Kein Sonnenstrahl erreicht mein blasses Gesicht.
Ich lebe
Als Fürstin der Finsternis.
 

Begleiter

Du kleines Wesen,
wie nenne ich dich?
Beschütze mich.
Kleine Gestalt,
zeigst mir den Wald,
den See,
die Schlucht.
Ehe ich versteh,
ist hier noch ein Ort der Zuflucht.
Bald schon wirst du mir mit deinem Schweigen
zeigen
was sie bedeuten.
Ich kann nicht leugnen,
ich hätte mir gewünscht, es gäbe mehr Licht.
Ich blicke in dein kleines Gesicht,
in deine großen, grünen Augen.
Sie lassen mich glauben,
alles sei gut,
sie machen mir Hoffnung, machen mir Mut.
Doch was ich schließlich bemerken muss,
ist, dass ich am Schluss
auch hier fallen werde.
Egal ob in den See
oder in die Schlucht
mein Zwang, meine Sucht
lässt mich auch hier stürzen
aber dieses Mal nicht allein.
Denn du wirst bei mir sein.


 

Letztes Stück Hoffnung

Dachte es wird gut,

dachte es wird toll!

Hatte doch Mut,

war hoffnungsvoll!

Dachte es wird besser,

dachte es geht weg,

griff nicht mehr zum Messer,

hatte Besseres als den alten Dreck.

Doch,

wie sagt man so schön?!

Hochmut kommt vor dem Fall.

Das Loch,

in das ich falle,

hat keinen Boden

Ich kralle

mich am letzten Stück Hoffnung fest.

Hoch gehoben

war ich,

höher gestiegen

bin ich,

um zu siegen

dachte ich.

Doch

dadurch ist der Fall noch tiefer.

Noch

denke ich, ich bin doch reifer.

wie lange dauert es,

wieder unten anzukommen?

Zwiespalt...

-Funktioniere, funktioniere!

-Kapituliere, kapituliere!

-Werde munter!

-Geh unter!

-Wach auf!

-Folge deinem Lebenslauf!

-Mache, was du versprichst!

Tränen kullern über mein Gesicht.

Kann nicht weiter machen!

Muss lachen!

Muss gehn

Keiner kann mich verstehn.

Es sollte nie so weit kommen,

aber ihr habt gewonnen.

Kann ich noch sterben?

Höre ich auf sein Werben?

Sie wird nicht still.

ich weiß nicht, ob ich das überhaupt will.

In mir, die Glut,

es wird nie gut.

-Funktioniere, funktioniere!

-Nein, kapituliere, kapituliere!

Nimm mich mit, Wind...

Ich renne im Wind,

tanze geschwind,

wünsche mir zu fliegen,

wünsche mir zu siegen,

will mich erheben,

will schweben,

doch bin doch immer am Boden

Immer.

Hello

Hello Songtext

Playground school bell rings again
Rain clouds come to play again
Has no one told you she's not breathing?
Hello I'm your mind giving you someone to talk to
Hello
If I smile and don't believe
Soon I know I'll wake from this dream
Don't try to fix me I'm not broken
Hello I'm the lie living for you so you can hide
I don't cry
Suddenly I know I'm not sleeping
Hello I'm still here
All that's left of yesterday
 

          Evanescence
 

Ich liebe dieses Lied! Allerdings weckt es in mir auch heftige Erinnerungen an meine schwerste Zeit hier. Vor allem die Stelle: Don´t try to fix me I´m not broken! Was soviel bedeutet wie: Versuch nicht, mich zu reparieren, ich bin nicht kaputt! Allerdings heißt fix auch fixieren. Und ich habe das Lied während der Zeit, in der ich regelmäßig fixiert wurde, oft gehört. Wenn ich das Lied jetzt höre, werde ich oft von meinen Gefühlen und Erinnerungen überrollt. Aber ich weiß auch: Ich bin da wieder raus gekommen!

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